derWesten und Bloggerethik

BarCampRuhr.pngSo, die ersten beiden Sitzungen beim Barcamp sind vorbei und auch das Chilli con Carne Mittagessen bereits verputzt. Zeit für einen Rückblick auf die ersten drei Stunden Barcamp-Erfahrung.

Im ersten Seminar berichtete Thomas Lau von derWesten.de über „Gute Blogger und schlechte Blogger“ oder anders ausgedrückt über Geld verdienen mit dem Bloggen. Hier war – anders als ich es jedoch angenommen hatte – wirklich Bloggen  als Nebenberuf als Angestellter gemeint. Genauer: Eben die (bezahlten) Blogger bei DerWesten.de. Für mich war das dementsprechend jetzt nicht soo interessant, wobei die Diskussion darüber, ob die Blogger dort oder eher die Blogs nun wirkliche Blos seien schon interessant war. Insbesondere die mangelnde Vernetzungskultur untereinander spräche dagegen. Na ja, es gab dann noch weitere Diskussion über Urheber- und Nutzungsrechte der Artikel. Aber außer dem ersten Flair einer „Wann ist ein Blog ein Blog Diskussion“ kann ich daraus sicher nicht so viel mitnehmen.

Das gilt in ähnlicher Weise sicher auch für die zweite Sitzung zur Frage, wieso man einen Presse- aber keinen Bloggerrat braucht. Gehalten hatte diesen Richard Joos aka. Korrupt mit einem interessanten Vortrag, der auch im Netz zu finden ist. Also die Diskussion und der Vortrag war sicherlich interessanter und ich glaube ich werde mir die Präsentation auch nochmal in Ruhe angucken um wirklich alles zu verstehen. Aber für meinen praktischen Alltag ergibt sich eben keine Änderung. Kernaussage dieses Vortrages war sicherlich, dass es bei Blogs unnötig ist, einen Kodex oder eine Art „Kontollinstanz“ einzurichten, weil Blogs sich untereinander kontrollieren. Also ein kritischer Beitrag hier wird entsprechend von anderen Seiten aufgegriffen und so womöglich eine Gegenöffentlichkeit geschaffen. Eine solche Gegenöffentlichkeit findet man bei den herkömmlichen Medien eher seltener, denn wann nehmen diese schon Beiträge von anderen auf, um darüber zu berichten und darauf aufbauend eigene Gegenansichten zu präsentieren – doch eher selten.

Nun kommen gleich noch zwei Sessions zum Thema „Zusätzliches Taschengeld verdienen beim Bloggen“ und Twitter. Zweites nutze ich schon, wie ihr auf der Startseite rechts in der Leiste auch lesen und damit das Barcamp etwas zeitnaher verfolgen könnt, aber ich finde doch noch etwas dilletantisch und ohne Plan und vielleicht hilft die Sitzung dabei, einen solchen zu finden.

Ansonsten gefällt mir die Atmosphäre und auch die Diskussion in den Sitzungen – auch wenn dies etwas anders angekommen sein mag. Die Blogospähre mal so zu erleben ist schon aufregend. Naja, ich suche jetzt lieber noch eine Steckdose zum Aufladen und dann meinen Weg nach unten nach „Mülheim“. Meine Abschlussitzung heute ist im übrigen in „Gelsenkirchen“ :D

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