China, Tibet und der Boykott

In der heutigen Süddeutschen Zeitung findet sich ein sehr guter Kommentar zum Boykott der Olympischen Spiele von Nico Fried, den ich nur weiterempfehlen kann. Die zentrale Aussage ist sicherlich:

Die Spiele in Peking sind ein zweiwöchiges, also temporäres Ereignis, von dem man immer wusste, dass es im größten Potemkinschen Dorf aller Zeiten stattfinden würde. Wie ein Staat wie Deutschland dauerhaft mit einer werdenden Großmacht umgeht, deren wirtschaftlicher Erfolg auch auf politischer Unterdrückung basiert, ist dagegen eine Frage, die seit Jahren für Diskussionen sorgt, in denen es keine einfachen Antworten gibt.

Es geht weiter um den Wandel durch Handel, der für China erhofft wird, aber kaum zu erkennen ist und damit der Modernisierungstheorie1 eindeutig wiederspricht, nachdem wirtschaftlicher Aufschwung und Kapitalismus eben zur Demokratie führt. Also lest den Artikel.

Aus China selber habe ich von einem Kommilitonen, der grade ein Auslandssemester in China absolviert, erfahren, dass die Propaganda durchaus funktioniert und in der Bevölkerung eben der Dalai-Lama-Clan als Hauptschuldig gesehen wird und die ausländische Presse eh nur lügt. Manipulation funktioniert damit wohl besser als erwartet…

  1. Liebe Grüße an Daniel, ich weiß wieder wie die Gegenthese zur Dependenztheorie heißt :D []
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