Robert Harris: Ghost

imageAls das Buch „Ghost“ von Robert Harris bei der Mayerschen als Mängelexemplar für nur 10 Euro zu haben war, habe ich sofort zugegriffen und es nun auch in knapp einer Woche durchgelesen – und es lohnte sich. Bei den fast 400 Seiten geht es um einen Ghostwriter, der für den ehemaligen Premierminister Großbritanniens Adam Lang die Biographie verfassen soll. Der Problemfall: Sein Vorgänger McAra war kurz zuvor auf mysteriöse Weise gestorben und dem Autor bleiben damit nur wenige Wochen zur Fertigstellung übrig. Als er sich dann aber doch nach einigen zweifelhaften Fakten auf die Untersuchungen seines Vorgängers einlässt offenbart er Geheimnisse, die die Amtszeit des Premierminister in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Wie genau soll hier nicht verraten werden, aber es ist jedenfalls ein aktueller politischer Thriller, inklusive Anklage des britischen Ex-Premier vor dem internationalen Strafgerichtshof, der Diskussion über Folter und das enge Verhältnis zwischen Großbritannien und den USA.

Das Buch von Harris wird auch als Parabel auf den früheren Premierminister Tony Blair gesehen. Ich muss zugeben, dass ich bis auf die politische Ähnlichkeiten diese Verbindung nur am Rande mitbekommen habe, aber zugegeben kenne ich Tony Blair auch nicht genau genug um das Verhältnis von ihm zu seiner Frau oder seiner Sekretärin einschätzen zu können, aber ich glaube es einfach mal. (Siehe dazu eine Rezension der FAZ)

Alles in allem ist Ghost auch für diejenigen, die diese Chiffren nicht direkt zuordnen können, aber Lust auf einen kurzweiligen Krimiroman mit starkem politischen Hintergrund haben genau das Richtige.

Robert Harris: Ghost, erschienen im Heyne Verlag, Oktober 2007, 400 Seiten, 19,90 Euro, Amazon Link

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