Ergebnisse des Super Tuesday

Der Super Tuesday ist nun 24 Stunden vorbei und inzwischen sind die Vorwahlen größtenteils ausgezählt. Noch immer werden bestimmte Bezirke ausgezählt aber viel dürfte sich bei den Ergebnissen nicht mehr ändern. Zeit für einen etwas genaueren Blick auf die Ergebnisse:

Zweikampf bei den Demokraten

image

Das sich bei den Demokraten nichts entscheiden würde war vorher und auch nachher bereits klar. Dennoch blieb offen, wie stark sich der Abstand zwischen Clinton und Obama verschieben würde in diesen Wahlen – grade weil Clinton in den bevölkerungsreichen Staaten New York und Kalifornien gewonnen hatte. Nachdem nun nur noch minimale Abweichungen – wenn überhaupt – vorstellbar sind, muss man feststellen, dass Obama nur 9 Delegierte weniger gewonnen hatte, als Clinton. Das sie dennoch mit 82 Delegierten in Führung liegt, ist eher den sogenannten Superdelegates zuzuschreiben – früheren Parteioberen, die ungewählt eine Stimme beim Nominierungsparteitag haben. Bei den gewählten Delegierten führt Obama immerhin noch minimal mit 5 Delegierten.

imageAm Samstag und Dienstag folgen bereits die nächsten Vorwahlen und bei den Analysten von CNN ging man eher davon aus, dass Obama bei den nächsten Wahlen höhere Gewinnchancen habe, was an seinen Wählerschichten liegen dürfte. Obama kann die Jungen, die Afroamerikaner, Wohlhabende und einen großen Teil der weißen Männer zu seinen Unterstützern zählt. Hillary Clinton hingegen kann auf weiße Frauen und Latinos sowie Arbeiter setzen. Bei den Wahlen in Louisiana aber auch in Virginia, Maryland oder Washington werden ihm dementsprechend bessere Chancen eingeräumt, als seiner Konkurrentin. Jedoch wird es sicher noch einige Wahlen dauern, bis die Entscheidung bei den Demokraten fällt.

Vorentscheidung bei den Republikanern

image Bei den Republikanern ist die Entscheidung eigentlich schon gefallen. Alleine am Super Tuesday hatte John McCain fast die Hälfte aller benötigten Delegiertenstimmen gesammelt. Mit 680 Delegierten von 1.191 liegt er damit weit vor seinen Konkurrenten Romney und Huckabee, so das inzwischen schon mehr über den Vizepräsidentschaftskandidaten nachgedacht wird. Da McCain eher als Kandidat der Mitte gilt und ihm die Unterstützung der konservativen Parteibasis fehlt, wird hier über Mike Huckabee spekuliert. Jedenfalls wäre es bei kommenden Wahlen eher eine große Überraschung, wenn Romney doch noch näher an McCain herankommen würde.

Mit einer Flasche Cola durch die Nacht

Und noch ein Nachtrag in eigener Sache, denn mein Live-Blogging hatte auch seinen Weg zum WDR gefunden – sehr zur Freude meiner Zugriffszahlen und schon nett, wenn man dort auftaucht:

Einer der Blogger der die Nacht durchgemacht hat, ist Patrick Jedamzik aus Gelsenkirchen. Seit 23 Uhr 45 veröffentlicht er in seinem patje-Blog teilweise minütlich neue Hochrechnungen des US-Fernsehsenders CNN und kommentiert die Ergebnisse. Vorbereitet hat er sich „mit einigen wenigen Stunden vorgeholtem Schlaf und einer Flasche Cola“. Er ist für Barack Obama, weil er sich eine Veränderung in der Außenpolitik wünscht. Allerdings würden die USA, seiner Meinung nach, nie zu einem pazifistischen Staat werden, „egal unter welchem Präsidenten“.

Unabhängig davon werde ich dies in Zukunft auch weiterhin gerne machen – auch ohne WDR :D

Back To Top