Archiv16. Januar 2008

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Rauchen als Religion
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Erste Diplomprüfung angesetzt
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Linkspartei wird nicht mehr beobachtet
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Romney gewinnt in Michigan
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Nokia zieht sich aus Bochum zurück
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Einige Zahlen zum neuen Bahnstreit

Rauchen als Religion

rauchverbot.gifEs ist schon mehr als skurril, was hier in Deutschland für ein Aufstand gemacht wird, weil Raucher andere nicht mehr mit ihrem Rauch belästigen dürfen. Fast als würde deshalb nun die Zivilisation ihrem Ende entgegen gehen und das Ende der Welt bevorstehen würde, nur weil nach Jahren des hemmungslosen Zuqualmens von unschuldigen Nichtrauchern nun der Gang vor die Tür bevorsteht. Ein Wirt in Schleswig-Holstein hat nun versucht eine Religion zu gründen, um so die Nichtraucherschutzregelungen zu umgehen. Durchkommen wird er damit sicher nicht, auch wenn er bereits den Gang zum Europäischen Gerichtshof angekündigt hat. So witzig man dies auf den ersten Blick finden mag, finde ich es aber auch problematisch, dass hier mit einem solchen grundlegenden Recht herumgespielt wird für eine völlig blödsinnige Verteidigung von Privilegien. Interessant vor allem deshalb, weil es in anderen Ländern ja problemlos klappt und vor der Kneipe sogar neue kulturelle Begebenheiten wir das Smirting hervorgerufen hat. Raucher fordern immer Toleranz für ihr Handeln, haben aber oft selber keine, wenn man sich von ihrem Qualm gestört fühlt… (siehe Welt und Focus)

Erste Diplomprüfung angesetzt

So, in auf die Minute genau drei Monaten werde ich meine erste Diplomprüfung beginnen – irgendwann muss es ja mal losgehen 😀 Und zwar mit Geschichte – Neuester Geschichte um genau zu sein. Und wenn man es ganz genau nehmen will und die Themen betrachtet, die ich ausgemacht habe, reden wir über amerikanische Geschichte des 20.Jahrhunderts. Und mit den beiden Themen, die ich mit dem Professor ausgemacht habe, bin ich auch sehr zufrieden:

  • Die USA im Ersten Weltkrieg
  • John F. Kennedy’s Außenpolitik

Zu ersterem hatte ich bereits ein Referat und auch eine Hausarbeit geschrieben, zu zweitem besuche ich grade ein Seminar (bei dem Prof.). Dennoch muss da sicher viel mehr gelesen werden, als ich es bisher habe. Dennoch bin ich da ganz optimistisch da in der Zeit auch gutes Wissen anzusammeln. Die Reihe zum Kalten Krieg werde ich zwar noch um den Artikel zu Atomwaffen erweitern und ggf. auch um die Krisen während Kennedy’s Amtszeit (Bau der Mauer, Kuba Krise), aber dann werde ich sie pausieren und mich lieber auf die oben genannten Themen konzentrieren.

Linkspartei wird nicht mehr beobachtet

602px-Die_Linke_logo.svgIm Saarland wurde die Beobachtung der Linkspartei durch den Verfassungsschutz komplett eingestellt. Das Saarland ist damit das erste westdeutsche Bundesland, welches diesen Schritt vollzieht, nur Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern hatten diese bereits eingestellt, in anderen Teilen wird oft der linke Parteiflügel noch beobachtet. Im Saarland werde die Partei nun als “eine Partei linkssozialdemokratischen Zuschnitts” betrachtet. Ich denke dies wird in anderen Ländern auch nach und nach folgen, hängt aber eben von der Arbeit der Parteien in den jeweiligen Regionen ab. Kooperationen mit linksextremistischen Kräften wie der MLPD oder deren Tarnorganisation AUF zählen sicher zu kritischen Punkten.

Romney gewinnt in Michigan

image Der frühere Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney hat die Wahlen der Republikaner in Michigan gewonnen. Damit bleibt der Kampf um die Präsidentschaft auch bei den Republikanern spannend, da sowohl Romney, aber auch McCain und Huckabee bereits Vorwahlen gewonnen hatten. Auch der ehemalige New Yorker Bürgermeister Guilliani ist für einige Beobachter noch nicht komplett aus dem Rennen. Einen interessanten Artikel zu Mitt Romney gab es gestern in der Süddeutschen, wo auch genauer erklärt wird, wieso er als Wendehals (“plastic candidate”) gilt. Im US-Wahl Blog beschreibt Kai die drei Gründe, die für Ihn den Erfolg von Romney in Michigan ausmachten:

  1. Heimvorteil, da er hier geboren wurde und sein Vater in Michigan Gouverneur war.
  2. Medienvorteil, da er hier mehr und bessere Spots gebracht hatte.
  3. “Vorteil”, dass er von demokratischen Wählern als leichter zu schlagender Gegner von Clinton oder Obama angesehen wird.

Der dritte Vorteil ergibt sich erst, wenn man weiß, dass bei dem Demokraten die Wahl in Michigan keine Rolle spielte. Sie hatten die Wahlen boykottiert, als Michigan die Wahlen vorgezogen hatte. Stattdessen saßen sie in Las Vegas in einer Diskussionsrunde ((nein, nicht im Casino :D)) und demonstrierten Einigkeit. Nach den Streitigkeiten der letzten Tage sicherlich ein besseres Auftreten, um den Republikanern nicht zuviel Futter zu liefern.

Nokia zieht sich aus Bochum zurück

Bochum-NOKIADer Handyhersteller Nokia wird sich aus Bochum zurückziehen und nach Rumänien umziehen. Betroffen davon sind 2.300 Angestellte in dem Betrieb und zusätzlich noch bis zu 1.000 Leiharbeiter und 1.000 Arbeitsplätze in Zuliefererfirmen. Momentan wird geprüft, ob sich Fördergelder an das Unternehmen zurückfordern lassen. Als Begründung gibt Nokia an, dass in Rumänien die Arbeitsplätze 10mal günstiger seien.

Einige Zahlen zum neuen Bahnstreit

Anstatt vieler Worte nur zwei kleine Zahlen zur Brandrede des Bahnchefs Mehdorn nach den Tarifabschlüssen, als er Stellenstreichungen und erhöhte Fahrpreise (Ja! Noch teurer!) ankündigte:

  • Geschätzte Kosten aller Tarifabschlüsse ((inkl. mögliche Erhöhungen bei GDBA und Transnet, Quelle)): 400 Millionen Euro
  • Jahresgewinn 2006 ((2005 noch 1,35 Millionen, Quelle)): 2,5 Milliarden Euro

Ich denke also, dass selbst nach Erhöhung genug Gewinn über bleibt – selbst wenn man die Zahlen der Vorjahre heranzieht. Ich brauche keine privatisierte Bahn, die in Rumänien ein Schienennetz aufbaut, aber die Grundversorgung hier schleifen lässt…