Hotel Ruanda

Grade wurde ich angenehm überrascht, als in der ARD einer meiner Lieblingsfilme – Hotel Ruanda – anlief. Der Film handelt von dem Hotelmanager Paul Rusesabagina, der während des Völkermordes in Ruanda über 1.200 Menschen vor dem Tod bewahrte. Eine eindeutigere Darstellung des Scheiterns der Weltgemeinschaft findet man kaum. Man darf Filme selbstverständlich nicht als Abbild der Realität waren und es werden sicher bestimmt Emotionalisierungen vorgenommen, dennoch war dies der Film der mich in Sachen Interventionen am ehesten zum Nachdenken brachte. Nach Sarajevo scheiterte die Weltgemeinschaft hier zum zweiten Mal, aber bei Darfur ist noch immer unsicher, ob sie aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat.

Der Folgende Ausschnitt ist sicher einer der emotionalsten und bewegensten im Film. Er zeigt, wie westliche Staatsbürger geschützt von Soldaten das Land verlassen dürfen, während die Ruandaner ohne Schutz mit wenigen UN Beobachtern (!) alleine gelassen werden – Kinder werden zurückgelassen, Hunde gerettet.

Einer der Reporter sagt in der Szene, dass er sich dafür schämt und vorher in einem Gespräch über die Berichterstattung stellt er fest, dass die Menschen im Westen sich zwar sagen, dass alles ganz schrecklich sei – aber dann doch einfach weiter zu Abend essen. Leider kann man dies nicht ganz von der Hand weisen. Ich kann euch allen diesen Film jedenfalls wirklich nur empfehlen!

Hier noch der offizielle Trailer:

Back To Top