Jetzt auch der Südpol…

Karte_Antarktis.pngNachdem sich bereits mehrere Länder über die Zugehörigkeit des Nordpols zum jeweils eigenen Territorium und die damit verbundenen Rohstoffe streiten, scheint sich ähnliches für den Südpol anzubahnen. Großbritannien hat jetzt jedenfalls die Souveranitätsrechte über einen großen Teil der Antarktis bei den Vereinten Nationen beantragt. Damit verbiegt das Land den 1959 und 1991 bis 2041 verlängerten Antarktisvertrag aber schon fast bis zur Unkenntlichkeit. Darin hatten sich alle Staaten mit Besitzansprüchen (neben Großbritannien auch Australien, Argentinien, Chile, Frankreich, Großbritannien, Neuseeland und Norwegen) geeinigt diese Ansprüche im Gedanken gemeinsamer Forschung ruhen zu lassen. Auch wenn die Rohstoffe in der Region aufgrund der hohen Meerestiefe nur schwer zu erreichen sind, will Großbritannien sich damit anscheinend bereits einige jahrzehnte im Voraus absichern. Die Anreiner Argentinien und Chile dürften über diesen Vorstoß mehr als verärgert sein, da die Regionalansprüche sich deutlich überschneiden (siehe Grafik links – nach klick). Während diese ihre Ansprüche mit der geographischen Nähe oder der Fortsetzung Südamerikas begründet, weißt Großbritannien auf frühe Erkundungsreisen im 19. Jahrhundert hin, die das Gebiet in Besitz genommen hätten.

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