Puh, bevor ich einen Kommentar abgeben kann, musste ich erstmal den langen Text lesen
Eigentlich möchte ich nur Danke sagen für diese “Aufklärungsarbeit”, denn du hast bei mir genau das erreicht, was du wolltest.
Man kann bei der Textlänge natürlich kaum auf alles eingehen. Du stellst aber die entscheidende Frage zuletzt.
“Haben die Medien recht und ich einfach einen zu einseitigen Blickwinkel?”
Ja, obwohl die Vermischung, mit dem zu einseitigen Blickwinkel, schon in die irre führt, das ist ein rhetorischer Anhang der einfach eine Antwort als die einzig mögliche Antwort vorwegnimmt. Es sind nicht nur die Medien, die gesamte Parteispitze der Grünen legt den Beschluss als ein Fiasko aus. Dein Blickwinkel ist nicht zu einseitig, sondern er relativiert zu sehr. Und das tut er indem er eine zu große scheinbare Komplexität aufbaut die nicht vorhanden ist. Du versuchst etwas schönzureden. Irgendwo wird man in genügend großen Textmengen immer etwas finden, daß sich zum relativieren, oder umdeuten eignet. Entscheidend ist aber was abgestimmt wurde. Ein eindeutiges Einstehen zum Afghanistan Einsatz sieht einfach anders aus.
Andererseits weiß ich auch nicht ob sich das Einstehen für den Afghanistan Einsatz für die Grünen auf lange Sicht überhaupt lohnen wird. Eigentlich entspricht der Afghanistaneinsatz keinem der eigentlichen Parameter Grüner Politik. Insofern fände ich eine Ablehnung auch völlig logisch. Es ist doch vielmehr so, daß hier den Grünen in der Regierungsverantwortung etwas aufgezwungen wurde was eigentlich nicht zu ihrem Selbstverständnis passt. Und mitgemacht hat es die Grüne Partei auch nur aus reinem Machtkalkül.
Nur hat sich die Parteienlandschaft mittlerweile geändert und das Etikett der Grünen die besseren Linken zu sein, hat sich nun “Die Linke” angeheftet. Das eigentliche Problem für die Grünen besteht nun darin, daß andere gesellschaftliche und politische Fragen den Diskurs bestimmen und der ökologische Ansatz der aus der Antiatomkraft Bewegung heraus gebildet wurde schon immer ein Etikettenschwindel war. Die aufgebaute Kernkompetenz die sich auf das Ökologische beruft ist nicht Zukunftsfähig. Und da nun andere Konflikte auch aussenpolitische für den Diskurs wichtiger werden, sieht es ganz allgemein für en ökologische Partei schlecht aus. Die wichtigen Fragen sind Wirtschaft, Arbeitsplätze und Sicherheit. Und da ist die Grüne Partei einfach schlecht aufgestellt. Eigentlich müsste sie sich dahingehend umbenennen, in das was sie mittlerweile wirklich darstellt, Partei des Bildungsbürgertums: PDB.
Großes Lob vom alten Elefanten für deinen Kommentar zur BDK. Der heutige WAZ-Kommentar bestätigt deine Einschätzung(Mantelteil).Es geht jetzt um eine Stimmungsmache gegen die GRÜNEN- und schlimm ist, dass so Haudegen wie der “rote Danny”, dessen Gesicht ich in der Glotze(wo er Talk-Show-Sofas durchpupst)schon nicht mehr sehen kann, sich an einer solchen Stimmungsmache auch noch beteiligen(“BDK- Kindergarten”).Also, Hut ab ! Bernd
@Lucloc: Vielen Dank für deinen langen Kommentar!
Ein eindeutiges Bekennen zum Afghanistaneinsatz mag anders aussehen, weil die Grünen sich auch für einen anderen Afghanistan-Einsatz einsetzen. Aber – und darum ging es mir – die Grünen haben sich nicht von ISAF perse verabschiedete. Das sagt der Antrag, meine Gespräche mit Robert und die Stimmung auf dem Parteitag. Mag aber auch sein, dass ich das manchmal komplizierter sehe, aber ich mag auch keine einfachen Lösungen, denn die sind meistens Falsch
Was die Parteientwicklung angeht, stimme ich dir zu. Die Grünen müssen und werden sich mit dem Thema Wirtschaft und Soziales eingehender beschäftigen müssen – auch wenn sie weiterhin die einzige Partei sind, die m.E: Umweltpolitik wirklich ernst nehmen. Dazu wird im November der nächste Parteitag kommen und ich bin sehr gespannt, was daraus wird
Puh, bevor ich einen Kommentar abgeben kann, musste ich erstmal den langen Text lesen
Eigentlich möchte ich nur Danke sagen für diese “Aufklärungsarbeit”, denn du hast bei mir genau das erreicht, was du wolltest.
Vielen Dank – vor allem auch fürs Durchlesen
[...] PatJe bereits beschrieben hat schreiben die Medien zur vergangenen Sonder-BDK so als ob sie den verabschiedeten Beschluß [...]
Man kann bei der Textlänge natürlich kaum auf alles eingehen. Du stellst aber die entscheidende Frage zuletzt.
“Haben die Medien recht und ich einfach einen zu einseitigen Blickwinkel?”
Ja, obwohl die Vermischung, mit dem zu einseitigen Blickwinkel, schon in die irre führt, das ist ein rhetorischer Anhang der einfach eine Antwort als die einzig mögliche Antwort vorwegnimmt. Es sind nicht nur die Medien, die gesamte Parteispitze der Grünen legt den Beschluss als ein Fiasko aus. Dein Blickwinkel ist nicht zu einseitig, sondern er relativiert zu sehr. Und das tut er indem er eine zu große scheinbare Komplexität aufbaut die nicht vorhanden ist. Du versuchst etwas schönzureden. Irgendwo wird man in genügend großen Textmengen immer etwas finden, daß sich zum relativieren, oder umdeuten eignet. Entscheidend ist aber was abgestimmt wurde. Ein eindeutiges Einstehen zum Afghanistan Einsatz sieht einfach anders aus.
Andererseits weiß ich auch nicht ob sich das Einstehen für den Afghanistan Einsatz für die Grünen auf lange Sicht überhaupt lohnen wird. Eigentlich entspricht der Afghanistaneinsatz keinem der eigentlichen Parameter Grüner Politik. Insofern fände ich eine Ablehnung auch völlig logisch. Es ist doch vielmehr so, daß hier den Grünen in der Regierungsverantwortung etwas aufgezwungen wurde was eigentlich nicht zu ihrem Selbstverständnis passt. Und mitgemacht hat es die Grüne Partei auch nur aus reinem Machtkalkül.
Nur hat sich die Parteienlandschaft mittlerweile geändert und das Etikett der Grünen die besseren Linken zu sein, hat sich nun “Die Linke” angeheftet. Das eigentliche Problem für die Grünen besteht nun darin, daß andere gesellschaftliche und politische Fragen den Diskurs bestimmen und der ökologische Ansatz der aus der Antiatomkraft Bewegung heraus gebildet wurde schon immer ein Etikettenschwindel war. Die aufgebaute Kernkompetenz die sich auf das Ökologische beruft ist nicht Zukunftsfähig. Und da nun andere Konflikte auch aussenpolitische für den Diskurs wichtiger werden, sieht es ganz allgemein für en ökologische Partei schlecht aus. Die wichtigen Fragen sind Wirtschaft, Arbeitsplätze und Sicherheit. Und da ist die Grüne Partei einfach schlecht aufgestellt. Eigentlich müsste sie sich dahingehend umbenennen, in das was sie mittlerweile wirklich darstellt, Partei des Bildungsbürgertums: PDB.
Großes Lob vom alten Elefanten für deinen Kommentar zur BDK. Der heutige WAZ-Kommentar bestätigt deine Einschätzung(Mantelteil).Es geht jetzt um eine Stimmungsmache gegen die GRÜNEN- und schlimm ist, dass so Haudegen wie der “rote Danny”, dessen Gesicht ich in der Glotze(wo er Talk-Show-Sofas durchpupst)schon nicht mehr sehen kann, sich an einer solchen Stimmungsmache auch noch beteiligen(“BDK- Kindergarten”).Also, Hut ab ! Bernd
@Bernd: Vielen Dank an den “alten Elefanten”
@Lucloc: Vielen Dank für deinen langen Kommentar!
Ein eindeutiges Bekennen zum Afghanistaneinsatz mag anders aussehen, weil die Grünen sich auch für einen anderen Afghanistan-Einsatz einsetzen. Aber – und darum ging es mir – die Grünen haben sich nicht von ISAF perse verabschiedete. Das sagt der Antrag, meine Gespräche mit Robert und die Stimmung auf dem Parteitag. Mag aber auch sein, dass ich das manchmal komplizierter sehe, aber ich mag auch keine einfachen Lösungen, denn die sind meistens Falsch
Was die Parteientwicklung angeht, stimme ich dir zu. Die Grünen müssen und werden sich mit dem Thema Wirtschaft und Soziales eingehender beschäftigen müssen – auch wenn sie weiterhin die einzige Partei sind, die m.E: Umweltpolitik wirklich ernst nehmen. Dazu wird im November der nächste Parteitag kommen und ich bin sehr gespannt, was daraus wird
Einen ganz netten Beitrag hat Dirk Friedrich Schneider für den Freitag geschrieben:
http://www.freitag.de/2007/38/07380601.php
[...] veröffentlicht bei PatJe.de, bitte dort die Kommentare [...]