„Schmeissen Sie sie doch weg…“

Dies war die Antwort eines Postangestellten, als meine Mutter ihm Post überreichte, die uns fälschlicherweise zugestellt wurde. Richtig gelesen: Wegwerfen! Darauf folgte ein „Ach, dass kann ich auch für Sie machen“ und ein beherrzter Wurf der Fehlsendung in den bereitstehenden Papierkorb. Und um es nochmal deutlich zu machen: Es ging nicht um unerwünscht empfangene Werbesendungen, sondern um Post an andere Menschen, in anderen Häusern – ja sogar andere Straßen. Davon hatten wir nämlich drei Stück und die Nachbarin auch einen im Postkasten. Lassen wir mal die offensichtliche Unfähigkeit des Briefträgers außer Acht eine 35 von einer 29, die Augustastraße von der Straße „Im Bettau“ zu unterscheiden, war das Verhalten des Angestellten in der Postfiliale doch wirklich das Höchste. Da muss man sich fragen, wieviel eigene Post diesen Weg zur Papierverwertungsstelle oder der Müllkippe gegangen ist. Ich habe diese Frage jedenfalls der Post gestellt per Email und hoffe, dass diese Email nicht auch einfach den Weg von fehlzugestellter Post geht – in den Mülleimer.

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