Loveparade

Ja, ich habe sie mir angeguckt, die größte Technodisko der Welt – die Loveparade 2007 in Essen. Zugegeben, es ist nicht meine Musik und wenn ich sie zu lange höre, meldet sich mein Kopf, aber ein solches Ereignis konnte ich mir dann doch nicht entgehen lassen. Und ich habe einige Schlussfolgereungen und Erfahrungen aus diesem Tag mitgenommen:

  1. Wenn du zur Loveparade fährst, atme vor dem Einstieg in die Bahn sehr gut ein, denn dannach wird es knapp mit der Sauerstoffversorgung. War die Bahn in Gelsenkirchen schon voll, versuchten auf den Bahnhöfen in Rotthausen und Kray-Nord noch weitere den Weg in die überfüllten Wagons zu finden und von Bewegungsfreiheit konnte man nur träumen ebenso von frischer Luft (grade bei den sonnigen Temperaturen heute) – aber so bekommt der Ausstieg dann eine ganz neue Bedeutung :) Angesichts der Unmengen von Menschen am Bahnhof frage ich mich, wie dies erst 2011 in Gelsenkirchen werden soll, denn unser neuer Bahnhof ist zwar sehr schön, aber doch noch minimal kleiner als Essen ;)
  2. Ziehe gutes Schuhwerk an – nicht nur wegen dem langen Laufen und Tanzen, sondern vor allem wegen Glassplittern auf der Straße. Ich bin auf dem Weg durch die Essener Innenstadt über massig zerbrochene Flaschen gelaufen, dass gutes Schuhwerk schon hilfreich ist, wenn man nicht grade ein Fakir ist. Für Flaschensammler dürfte es aber dennoch ein gelungener Tag geswesen sein, was ich an Pfandflaschen gesehen habe, dürfte die Versorgung schon für einige Tage decken.
  3. Wenn deine Freunde und du an verschiedenen Standorten der Stadt ankommen – mache einen Treffpunkt aus und hoffe nicht, dass das alles schon klappt. Bei mir war es so, dass Kevin und Lisa am Bahnhof Altenessen ausgestiegen waren, aber keine U-Bahn zu meinem Standort (dem HbF) fuhren und so gelaufen wurde. Tja, man verpasste sich und den Zug der Parade mussten wir dann getrennt betrachten, bis dannach per verspätet ankommenden SMSen (Hinweis 3.1 das Handynetz könnte überlastet sein) schließlich ein Punkt gefunden wurde.
  4. Vergewissere dich vorher, dass deine Kamera Akkus auch geladen sind. Ich hatte es nicht, sondern war felsenfest überzeugt, dass der Zweitakku geladen sei – naja, dem war nicht so und darum gibt’s auch keine Bilder :( Mehr als ärgerlich das Ganze, aber die gute Stimmung kam dann doch bald wieder.

Insgesamt ein schönes Erlebnis, auch wenn es mein Leben nicht verändert hat, aber soviele Menschen auf einem Haufen (1,2 Millionen) ist schon etwas sehenswertes – und soo schlecht war die Musik nun auch nicht, aber ich war ja auch nur 3 Stunden in Essen (welches nicht überall beschallt wurde :D) Ich fragte mich nur zwischendurch, wieso es nicht auch so sein kann, wenn es mal wirklich um etwas geht und zu einer Demo dann doch immer nur weit weniger Menschen den Weg dorthin finden…

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