Fremdenhass als Alltag?

Es sei noch kurz auf einen Kommentar in der Süddeutschen Zeitung hingewiesen, der sich mit den Geschehnissen in Mügeln beschäftigt:

Doch es ist gerade dieses Alltägliche, das an der Menschenjagd von Mügeln erschreckt. Dass es als logisch erscheint, dass sich die Aggression, die Trunkenheit und die Langeweile der Festzeltbesucher über den acht Dunkelhäutigen entladen und nicht über irgendwelchen weißen Sachsen; dass einer, der wütend auf einen Inder ist, „Ausländer raus“ ruft oder „Hier regiert der nationale Widerstand“ – und nicht: „Du Depp“.

Denn eigentlich ist genau das das erschreckende. Wenn wir einfach annehmen, dass es keine organisierte Rechte war, die dort aufgetreten ist, sondern sich dies „spontan“ ergeben hat, muss dies noch viel mehr Alarmglocken zum Schrillen bringen, denn es zeigt, wieviel Fremdenfeindlichkeit und Aggressionspotential in manchen Köpfen herumspuckt, ohne deshalb gleich einer freien Kameradschaft o.ä. anzugehören…

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