Die freiwillige Pflicht

Eine tolle Idee hat die SPD nun um den innerparteilichen Streit um die Wehrpflicht zu beenden. Um Gegner und Befürworter des Pflichtdienstes zu vereinen wird die „freiwillige Wehrpflicht“ eingeführt, also werden nur diejenigen eingezogen, die dies auch wollen. Um den Anreiz zu steigern, sollen dann für diese – und auch freiwillige soziale Arbeit – Anerkennungen bei der Ausbildung und auch finanzielle Anreize geschaffen werden. Grundsätzlich zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Wer sich freiwillig zum Bund oder sozialer Arbeit meldet soll auch was dafür haben, zum beispiel in verstärkter Anrechnung bei Wartesemestern, aber das krampfhafte Festhalten an einer Pflicht macht es eben auch nur zu einem Formelkompromiss. Jeder Mann muss so noch zur Musterung und was passiert, wenn es nicht die nötige Anzahl von Freiwilligen gibt? Wird dann nach dem Zufallsprinzip einfach mal ausgewählt? Wehrgerechtigkeit würde es dann wohl kaum noch geben. Also: Nägel mit Köpfen machen, den Zwangsdienst abschaffen und allen Berufssoldaten bzw. freiwillig im Bund oder sozialen Bereich Dienst leistenden Menschen vernünftige Bedingungen und Anreize bieten!

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