Archiv21. August 2007

1
Was wäre ein US-Präsident ohne seine Kinder?
2
Bahnreisen mal angenehm
3
B-Aktie: Kaufen, was einem schon gehört
4
320 Verletzte durch Rechtsextreme

Was wäre ein US-Präsident ohne seine Kinder?

obamafamilie.jpgWahrscheinlich nichts – so zumindest die historische Betrachtung der Welt, denn Kinder

“machen ihre Eltern menschlicher und eigentlich erst wählbar. Noch erscheint ein Junggeselle im Oval Office so deplaziert wie ein Muslim oder ein bekennender Atheist. Mindestens ein Kind ist für Amerikas Präsidentschaftskandidaten Pflicht und Ausweis – wie Ehe, Kirchgang, College-Abschluss. Kinder beschaffen Wohlanständigkeit und Mehrheit.”

Dies passt dann auch gut zu den Bildern und kleinem Bericht der Zeitung vor wenigen Tagen über den Besuch von Barack Obama auf einer Kirmes in Iowa: Lies mehr über Obama, das Schnitzel und den Autoscooter

Bahnreisen mal angenehm

Bei der Suche für den vorherigen Artikel bin ich bei Bahnsinn auf einen Artikel mit Tipps für entspanntes Bahnfahren gestoßen, die ich euch nur anraten möchte. Verpflegung und Bahnreservierung sind bei mir grundsätzlich Pflicht auf längeren Fahrten. Beim ÖPNV jetzt nicht wirklich, denn leider gibt es da keine Reservierung (von Düsseldorf nach Gelsenkirchen wäre das echt notwendig :D) und man hält es die 40 Minuten auch mal ohne Essen aus. Freundlich bin ich eigentlich auch meistens, auch wenn es nach der Arbeit etwas schwieriger ist noch fröhlich zu sein, wenn man zu erschöpft ist. Das einzige Problem ist Nummer 6: Rücksicht auf andere.

handygejaule2.jpgAlso ich habe schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich meine Kopfhörer auf habe, aber angesichts der Konkurrenz im Leutebelästigen bin ich wirklich noch harmlos. Und ganz ehrlich: Gegen die ganz coolen Typen, die dort in voller Lautstärke ihre Musik laufen lassen sehe ich darin das einzige Mittel. Mit denen Anlegen habe ich keine Lust drauf, maximal wäre noch zu überlegen irgendein nerviges Lied auf dem Handy zu speichern und gegen zu beschallen. Beim StudiVZ werden im übrigen Aufkleber mit nebenstehdem Aufdruck organisiert. Ich werde wohl einige Bestellen (Preis steht noch nicht fest – zwischen 2 und 7 ct/Stk. + Porto). Wer noch welche möchte, kann sich ja melden 😉

Wie geht ihr mit dieser Lärmbelästigung um? Habt ihr den ein oder anderen Tipp für den Umgang mit diesen Ruhestörern? Denn leider ist ja nicht immer ein Rocker wie in diesem Fall als Sitznachbar verfügbar 😉

B-Aktie: Kaufen, was einem schon gehört

Im Zuge der Bahnprivatisierung planen Teile der SPD schon länger Volksaktien heraus zu geben, anstatt sie gleich dem freien Markt zur Verfügung zu stellen.

Stattdessen solle der Bund Eigentümer von Stammaktien werden, die 51 Prozent ausmachen würden. Bis zu 49 Prozent sollten als nicht stimmberechtigte Vorzugsaktien an Normalanleger ausgegeben werden. Nur so werde die politische Kontrolle des Bundes gesichert, damit die Bahn in der Fläche präsent bleibe und ihren umweltpolitischen Verpflichtungen nachkomme.

Da ich grundsätzlich gegen die Privatisierung bin, wäre ich es hier auch, vor allem weil ich den Sinn (neben mehr Geld in der Kasse) nicht wirklich sehe. Und machen wir uns nichts vor, auch Volksaktienbesitzer wollen – zurecht – irgendwann ihr Geld wieder sehen können, wenn sie die Aktien verkaufen. Profitinteresse ist also noch immer vorhanden. Und faktisch ist es ja schon so, dass uns allen die Bahn schon gehört. Die Bürger kaufen damit etwas, welches uns allen schon gehört.

Die Erweiterungsideen, die bei Readers Edition kritisch vorgestellt wurden, den Aufsichtsrat um “Umwelt-, Fahrgast- und Verbraucherverbände” klingen ja nicht schlecht, aber muss es dafür eine Privatisierung geben? Das Schienennetz lässt sich eben nicht wirklich teilen. Es ist nur ein Zug auf dem Gleis. Aber keine Grundsatzdiskussion hier, denn noch etwas lässt diesen Plan schlecht aussehen: Die Premiere mit der T-Aktie.

Auf die rund 14 Euro, die man für die ersten Aktien damals ausgeben musste kommt man schon lange nicht mehr, von den 30 oder gar über 60 Euro in der zweiten oder dritten Ausgabe von Aktien brauchen wir garnicht reden. Mehr dazu hat Chris bei fixmbr.de geschrieben 😉

Also lassen wir Bahn lieber in staatlicher Hand und sehen sie als grundlegende Infrastruktur des Staates, anstatt sie dem Markt zu überlassen – oder Verbraucher für etwas zahlen zu lassen, wofür sie bereits Steuern zahlen.

320 Verletzte durch Rechtsextreme

Laut NPD-Blog.info sind im ersten Halbjahr mehr als 320 Personen durch rechtsextreme Übergriffe im ersten Halbjahr verletzt worden. Insgesamt wurden von Januar bis Juni 5.321 rechtsmotivierte Straftaten verübt – vornehmlich sogenannte Propagandaberichte. Aber eben auch 339 Gewaltdelikte mit 324 Verletzten. Im Jahr 2006 gab es insgesamt 18.100 rechte Straftaten, darunter 1.000 Gewaltdelikte.