Update: Bahnstreikverbot

Zu dem Verbot des Bahnstreiks durch das Arbeitsgericht Nürnberg ist nun die Begründung abrufbar. Eine entscheidung über den Widerspruch wird erst am Freitag folgen. Die GDL hat inzwischen jedoch angekündigt strenger vorzugehen. Schon häufiger hatte diese die „Prozesshanselei“ der Bahn kritisiert und als sie nun trotz Telefonat am Morgen nicht über den Antrag informiert wurden erklärte Gewerkschaftsvorsitzender Manfred Schell, dass es in Zukunft keine Vorwarnungen im Personenverkehr mehr gäbe. Also wird jeder Gang zum Bahnhof womöglich bald ein Glücksspiel werden…Hatte man als Arbeitnehmer zumindest die Angabe ob und wo gestreikt wird, fällt dies nun weg. Wie soll man sich das dann vorstellen? Zur Sicherheit zwei Stunden vorher hinfahren, weil man ja nicht weiss, ob nicht plötzlich auf halber Strecke Schluss ist? Hier schießt die GDL mit Sicherheit ein Eigentor und schadet nicht der Bahn, sondern in erster Linie den Arbeitnehmer, der auf die Bahn angewiesen ist… aber das mit der Solidarität hatten wir ja schon…

3 Replies to “Update: Bahnstreikverbot”

  1. In der Tat geht die Unfairness dann gerade gegen die Bahnfahrer. Wir sind schon bereit einzustecken aber wieso sollen wir als Bahnfahrer bestraft werden?

    Wie wäre es, wenn die Bahnen uns ohne dass wir zahlen müssen mitnehmen würden? Damit wäre der Druck auf der richtigen Seite. Ich glaube, in Holland ist eine derartige Aktion mal gelaufen.

  2. Hallo Patrik,

    ich freue mich immer wieder, deine durchdachten und abwägenden Überlegungen zu lesen, das zeigt mir, dass es auch in anderen politischen Lagern Leute gibt, die nachdenken. Oft wirft man sich ja gegenseitig vor, dass das nicht so wäre. Da ist es immer wieder schön, Gegenbeispiele zu haben.

    Ist vielleich ein bisschen off topic, musste aber mal gesagt werden.

    Jörg

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