Linux, OpenOffice, Thunderbird und Firefox sind Open Source Software, ebenso wie WordPress (diese Blogsoftware) – die Idee kostenloser Software ist nicht mehr wegzudenken. Grade im Internet sind die populärsten und auch weitentwickelsten Anwendungen inszwischen kostenlos erhältlich und werden von vielen, vielen Menschen weiterentwickelt. Aber Open Source ist inzwischen mehr als nur gute günstige Software…
Der Gedanke von frei verfügbarem Wissen ist über das Internet, über Programme und Texte hinaus gewachsen. Auch Musiker nutzen inzwischen diesen neuen Gedanken, beispielsweise auf der Plattform Jamendo, bei der man sich Musik herunterladen kann – legal und kostenlos. Aber die Idee des OpenSource geht über die digitale Welt hinaus in das reale Leben.
Neustes Ergebnis: Das FreeBeer aus der Schweiz. Dabei ist die Idee eines Bieres, dessen Rezept im Internet frei verfügbar ist, dass also von jedem selber gebraut und sogar verkauft werden darf nicht neu: In Dänemark wurde FreeBeer bereits vor zwei Jahren erstellt und ist seit Beginn des Jahres auch in der “Version 3.0″ zu haben.
Das Phänomen was dahinter steckt und sicherlich zu einem Umdenken im Urheberrecht führt, hat ein Reader der BPB wie folgt beschrieben:
Open Source ist zu einer weltweiten sozialen Bewegung geworden, die antritt, nach der Software nun auch Wissen und Kultur zu “befreien”. Von Open Access bis Creative Commons, von Wikipedia bis Edubuntu arbeiten zehntausende Menschen weltweit über das Internet an einem kollektiven Schatz freien Wissens, entdecken neue Formen der Kooperation und des Gemeinsinns, und stören dabei alle Regeln von Urheberrecht und Wirtschaft auf.
Und natürlich ist neben der Software und dem Bier noch lange nicht Ende der Fahnenstange. Für denjenigen, der auf Alkohol verzichtet, ist mit OpenCola eine Alternative geschaffen worden – ob sie schmeckt kann ich natürlich nicht sagen
Aber die OpenSource Community gibt sich nicht nur mit solchen “Kleinigkeiten” ab. Nein, auch die Konstruktionspläne eines Autos werden in einem OpenSource Projekt erstellt – mit klaren Vorgaben wie Höchstgeschwindigkeit oder einem umweltverträglichen Antrieb. Bisher bei Version 0.2 steht dem OScar noch ein weiter Weg bevor, bis die Pläne stehen und sich – theoretisch – jeder solch ein Auto bauen kann.
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