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Provokation

Juni 8th, 2007 · Keine Kommentare

npd.jpgDas häufiggenutzte Wort der letzten Wochen, ja seit geraumer Zeit überhaupt ist die Provokation. In der letzten Woche bezogen auf Autonome, die durch ein herumstehendes Polizeiauto so stark provoziert wurden, dass sie es zerdeppern, die Insassen verletzen und später schließlich Schaufenster zerstören und ein Auto anzünden mussten. Vorher war es ja aus anderen Bereichen bekannt: Recht harmlose Karikaturen provozierten Muslime in Ländern, für die diese nicht veröffentlicht wurden und wo diese mit kleinen weiteren Zeichnungen erweitert wurden. Naja, und aufgrund solcher Provokationen soll ja im Vorfeld mehr Rücksicht genommen werden: Die Oper Idomeneo wurde abgesagt und in Rostock wären keine Polizisten ja auch besser gewesen. Neu ist aber die neuste Idee in Sachen Rücksichtnahme: In Thüringen wollte das Ordnungsamt bei einer Anti-Naziaktion verbieten, dass jüdische Musik gespielt wird, da es provozierend wirken könnte. Spätestens jetzt sollte man mal darüber nachdenken, ob nicht eine gewisse “Provokation” für eine pluralistische Gesellschaft normal ist und eben ertragen werden muss. (Zugelaufen per Spiegel online)

Tags: Politik · Unterhaltung

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  • 1 Sandra // Jun 8, 2007 at 23:40

    Interessanter Gedanke! Provokation bedeutet für mich, massiv auf Positionen, Meinungen und Inhalte aufmerksam zu machen.

    Aber ich empfinde es auch als Provokation, Soldaten bei einer G8-Demonstration einzusetzen. Provokation ebnet Wege in neue Richtungen. Diese können sowohl negativ als auch positiv sein.

    Provokationen bewirken Dynamik und müssen mit Aufmerksamkeit bedient werden.

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