Geld verdienen mit Herz und Niere

Wieder mal knapp bei Kasse? Stehen die neuen Studiengebühren vor der Tür und keine Ahnung, wovon man diese bezahlen soll? Der Monat fast rum aber schon lange Ebbe in der Kasse? Der Volkswirtschaftler Peter Oberender hat hierzu eine ganz tolle Idee! Wieso nicht einen „Markt für Organe“ einführen? Über Thorstens Sozialblog bin ich auf diesen spektakulären Vorschlag gestoßen, den der bayreuther Professor gegenüber dem Deutschland Radio wie folgt begründete:

„Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit zu einem geregelten Verkauf von Organen haben.“

Genau! Warum sollte man Menschen die Grundlagen der Existenz eigentlich als Menschenrecht anbieten, wenn sie dafür auch ihren Körper anbieten können? Aber bitte bei Hartz IV eingeben diese Einnahmen, alles andere wäre schließlich Sozialschmarotzerei! Ist zwar alles ein bischen Zwei-Klassengesellschaft, aber so ist das Leben und der Markt eben inzwischen. In Indien sterben Menschen dabei, dass sie ihre Organe schwarz verkaufen und da wir alles wie Indien machen, würde das hier auch passieren, wenn man nicht den legalen Handel mit Organen anbietet! Und außerdem ist es doch toll, wenn diejenigen, die viel für den Staat leisten und entsprechendes Vermögen aufgebaut haben dieses auch wieder in Deutschland reinvestieren anstatt es auf schweizer Nummernkonten zu lagern, das stärkt dann die Volkswirtschaft. Also alles in allem ein ganz toller Vorschlag, der vielleicht kleine Mängel bei der Menschlichkeit hat, aber ansonsten wirklich zeigt, dass man sich um die Sorgen der ärmeren Bevölkerungsteile eben noch kümmert und diese ernst nimmt.

Bei Citronengras wurde dieses nochmal mit folgender Aussage auf den Punkt gebracht:

Jawoll. Man muss den Untermenschen Menschen die Freiheit geben, sich eigenverantwortlich gegen den Hungertod zu entscheiden und mit einem Abverkauf des eigenen Organkapitals als Sekundäreffekt die Wertschöpfungskette des Humankapitals zu optimieren.

Achja, wer noch mehr über den kluk..äh klugen Kopf hinter diesen revolutionären Vorschlag wissen will, ist beim INSM Watchblog oder Duckhome auf der richtigen Seite.

3 Replies to “Geld verdienen mit Herz und Niere”

  1. Das zeigt, wie probematisch die Liberalisierung der Organspende werden kann.

    In ein paar Jahren könnte es dann beim Sozialamt heißen: „Haben Sie denn bereits eine Niere verkauft?“

  2. hmm allein bei dem gedanken daran komm ich mir vor wie ein ersatzteil lager „haben sie noch ihre organe komplett ???? ja ???? gleich nimma !!! “
    wenn jemand im sterben liegt weil es nicht anders geht ok aber nur weil geldmangel besteht ???? „“““willkommen im neandertal“““““

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