PatJe.de

(Politisches) Blog von Patrick Jedamzik

PatJe.de Seitenbanner 3 - Abgabe der Diplomarbeit

Der weiße Planet

Februar 18th, 2007 · Keine Kommentare

derweisseplanet.jpgDie Grüne Jugend hat heute nach einem gemütlichen gemeinsamen Brunch das kommunale Kino in Gelsenkirchen Buer besucht und sich den Film “Der weiße Planet” angeguckt, der das Leben in der Arktis darstellen soll. Und es gab weit mehr zu sehen, als trostlose Eiswüsten mit ab und an mal einem Eisbären, denn die Tieraufnahmen hatten es für mein Empfinden wirklich in sich. Ein Bär in seiner Höhle wärend des Winterschlafs aber auch ein Kraken in den tiefen des Meeres an sich vorbeirauschen zu lassen hatte wirklich was für sich. Aber auch sonst fand ich den Film durchaus interessant…

Inhaltlich kann man ihn so zusammenfassen, dass er anhand wiederkehrender Elemente wie einer “Familie” Eisbären (Mutter mit zwei Jungen) oder der Wanderung gen Norden einiger Karibus, eine Chronik des typischen arkischen Jahres darstellt: Zu Beginn des Jahres halten noch viele Tiere ihren Winterschlaf und erst mit dem beginnenden Sommer kehrt schließlich auch mehr und mehr Leben in die kalten Regionen des Nordens zurück. So zum Beispiel tauchende Vögel. Fragt mich nicht nach dem Namen, aber es sah schon sehr faszinierend aus, das Flügelschlagen unter Wasser zu sehen. Von der Kraken hatte ich ja schon berichtet und irgendwie interessiert mich das Tier genauer, vielleicht widme ich ihm auch nochmal einen Artikel, um mich eingehender damit zu beschäftigen.

Und noch ein Tier hat es mir angetan: Der Wal. Ja, ganz allgemein. Und zwar wegen einer Frage: Wenn der Wal unter Wasser lebt, wieso hat die Evolution ihn dann nicht womöglich inzwischen mit Kiemen oder so ausgestattet? Inzwischen hab ich zwar raus, dass er als Säugetier irgendwann eben zurück ins Wasser ist und vielleicht ist es auch nicht möglich einem Säugetier Kiemen oder so zu verpassen, aber grade da ich mich nie damit beschäftigt habe, werde ich dies ggf. mal nachholen ;) Hintergrund der Frage bildete, wie dick das Eis wirklich ist, denn von oben habe ich einfach gedacht, dass das ja nicht so dick sein dürfte, aber die Aufnahmen von unten: Meine Güte, da bricht man nicht mal so eben durch. Auch nicht als Wal der darunter her schwimmt und auf eine freie Fläche hoffen muss. Naja, wahrscheinlich gibts genug und die können ja auch schon ziemlich lange tauchen, aber manchmal kommen solche Fragen ganz spontan eben dennoch auf ;)

Zu guter Letzt darf bei einem solchen Film natürlich auch der Hinweis auf den Klimawandel nicht fehlen: Am Ende des Films wird darauf hingewiesen, dass durch die Erderwärmung immer weniger Packeis zur Verfügung steht. Gleichzeitig sieht man einen Bären, der irgendwie versucht sich im schmelzenden Packeis wieder auf dieses zu retten, grade auch, weil sie von diesem Packeis nur auf Jagd gehen können. Von daher passt der Artikel sehr gut in die Berichte über die Gefährdung der Eisbären durch den menschlich verursachten Klimawandel.

Zu guter letzt sollen noch einige Fakten zum Film oder eher dessen Dreharbeiten genannt werden, die in einem umfassenderen Stern Artikel genannt sind: So wurden in drei Jahren Dreharbeiten bei fünf Filmteams über 1.000 Stunden Filmmaterial aufgenommen und dennoch musste für den 86 Minuten Film Material eingekauft werden. Teilweise entstanden sie (früher) dann auch nicht vor Ort, weil dies so dort nicht möglich wäre, wie beispielsweise die Geburt eines Baluga-Wals, die im Vancover Zoo gemacht wurden oder die Plankton-Aufnahmen, die in einem Bremerhavener Institut gemacht wurden. Auch die Szene mit dem spielenden Eisbären-Jungen zu Beginn des Films wurde eingekauft. Erstellt wurde sie übrigens nach jahrelangen “Experimenten” mit einer Infrarotkamera – wie genau ist aber unbekannt ;)

Stern(7,b) Fazit: Schöner Tierfilm ohne allerdings zuviel Tiefgang zu den einzelnen Tieren, aber einer der beiden Regisseure Thierry Piantania selbst sagte diesbezüglich, dass der weiße Planet keine Dokumentation werden sollte. Als emotionaler Film ist er aber durauch gut, unterhaltsam und gibt einen Einblick in das vielfältige Leben der Arktis, wobei dabei auch gerne auf Vermenschlichung oder “Thrillereffekte” zurückgegriffen wird. Klimaschutz wird hier angesprochen, aber eben auch nicht ausführlich thematisiert. Alles in allem ein guter Tierfilm (7/10)

Tags: Film & Fernsehen · Umwelt

  • Delicious
  • Facebook
  • StumbleUpon
  • Twitter
  • RSS Feed

0 Antworten bis jetzt ↓

  • Es gibt keine Kommentare bis jetzt...Trete Sachen weg, die vom Formular runterfallen.

Hinterlasse ein Kommentar

Comments links could be nofollow free.