Archiv2007

1
Same procedure as every year…
2
“Kriegserklärungen”
3
Die gelbe Gefahr
4
Neues Blogging Tool
5
Vorgeschichte des Kalten Krieges
6
Psychotricks beim Einkauf
7
Deutschenfeindliche Übergriffe
8
Kapitulieren wir?
9
Literaturempfehlungen Kalter Krieg
10
GTA Vice City auf dem EEE

“Kriegserklärungen”

Nachdem die Sowjetunion sich im Westen durch Satellitenstaaten abgesichert hatte, blieb für Stalin noch eine unsichere südlichere Grenze. Er stellte deshalb erneute Forderungen auf, die selbst seinem Außenminister Molotow als zu weitgehend erschienen:

  1. Er zögerte den Rückzug der sowjetischen Truppen aus dem Iran heraus, welches 1941 gemeinsam von Briten und Sowjets besetzt wurde, um die Nachschubwege der Westalliierten in die Sowjetunion, aber auch die Ölvorräte zu sichern.
  2. Er forderte militärische Basen in der Türkei, insbesondere um Kontrolle über den Bosporus und die Dardanellen zu erhalten.
  3. Schlußendlich wurde auch eine Beteiligung an der Verwaltung der ehemaligen italienischen Kolonien in Nordafrika gefordert, um so Flottenstützpunkte im Mittelmeer zu errichten. ((Auflistung nach Gaddis, S.42f.))

Die Reaktion der Westmächte war eine eindeutige Ablehnung. Im Iran gelang es der Sowjetunion zwar kurzzeitig eine autonome Republik ausrufen zu lassen, aber nach dem Anruf Irans bei den Vereinten Nationen und Druck der Alliierten zogen sich die sowjetischen Truppen am 25. März 1946 schließlich zurück und die Iran-Krise war überwunden. ((Für eine genauere Darstellung der Ereignisse siehe Ströver, S. 54f.))

Auch die anderen Forderungen am Mittelmeer wurden eindeutig abgewiesen. Die USA bestärkten ihre Ablehnung durch die Entsendung eines Flottenverbandes ins östliche Mittelmeer. Auch wurde der UdSSR durch eine Note unmissverständlich mitgeteilt, dass die Souveränität der Türkei notfalls mit Waffengewalt verteidigt werde. ((Vgl. Ströver S.49))

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Die gelbe Gefahr

Wer gedacht hat, dass mit der Milchpreiserhöhung aufgrund der erhöhten chinesischen Nachfrage gewesen ist, der irrt, wie folgendes Video von Hagen Rether zeigt – also lieber schnell chinesisch lernen 😀

Neues Blogging Tool

Screenshot Irgendwie überkam mich letztens der Wunsch an meinem Rechner nicht mehr nur mit dem WordPress Editor online arbeiten zu müssen, sondern etwas komfortabler unter Windows. Ich hatte vorher schon mal mit Blogdesk gearbeitet, aber – sofern ich nichts übersehen habe – dort kann man nicht einfach Überschriften in den Text integrieren. Prinzess hatte vor einiger Zeit dazu eine Blogparade und darum habe ich mich dort mal umgeguckt. Auch wenn dort die Mehrzahl noch mit dem integrierten Editor arbeitet, erinnerte ich mich an einen Artikel von Rene vor einiger Zeit und habe darum auch mal den Windows Live Writer installiert. Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Es macht jedenfalls viel mehr Spaß hier zu schreiben, als im Backend Bereich von WordPress. Einfach mal aufgezählt, was mir alles gefällt – ohne Anspruch auf Vollständigkeit 😀

Zum einen schreibt man in dem Layout, den der Text später hat, insbesondere bei Bildern neben denen ich einen Text stehen haben will ist dies ganz hilfreich. Was mir auch besonders gut gefällt, ist das Einfügen von Links zu früheren Beiträgen. Anstatt hierzu erst mit dem Browser die Seite aufzurufen, kann ich direkt im Programm frühere Beiträge auswählen. Über Plugins kann man das Programm erweitern und somit auch solche Polaroid Bilder wie in den letzten Beiträgen einfügen oder Videos einfach durch die Eingabe der URL. Integriert ist gleich eine Rechtschreibprüfung und das automatische Abspeichern von Entwürfen und fertigen Beiträgen auf der Festplatte. Achja, Tags kann man auch mit vergeben.

Also alles in allem eine runde Sache mit der das Bloggen nochmal mehr Spaß macht 🙂

Vorgeschichte des Kalten Krieges

Nach der theoretischen Einführung des ersten Beitrages wird es nun Zeit wirklich in die Geschichte einzutauchen – und zwar mit den Hintergründen des Kalten Krieges. Beginnen will ich mit einem interessanten Zitat:DeTocque

Es gibt heute auf der Erde zwei große Völker, die – von verschiedenen Punkten ausgehend – zum selben Ziel vorzurücken scheinen: die Russen und die Amerikaner.
Beide sind im verborgenen groß geworden und während die Aufmerksamkeit der Menschen anderswo gefesselt war, sind sie plötzlich in die vorderste Reihe der Nationen getreten, (…)
Sein Ziel zu erreichen, baut der Amerikaner auf das private Interesse und läßt die Kraft und Vernunft des Einzelnen wirken, ohne sie zu dirigieren.
Der Russe drängt gewissermaßen die ganze Macht der Gesellschaft in einem Menschen zusammen.
Freiheit ist dem einen der Antrieb, Knechtschaft dem anderen. Ihr Ausgangspunkt ist verschieden, verschieden ist ihr Weg; und doch, nach einem geheimen Plan der Vorsehung scheint jeder von ihnen berufen, dereinst die Geschicke der halben Welt zu lenken. ((Tocqueville, Alexis de: Über die Demokratie in Amerika, Stuttgart 1985, Amazon))

Was auf den ersten Blick wie eine zeitgemäße Analyse der Situation nach dem Zweiten Weltkrieg aussehen mag, ist zu dem Zeitpunkt bereits über 100 Jahre alt. Der Franzose Alexis de Tocqueville schrieb dies bereits 1835 in seinem Werk “Über die Demokratie in Amerika”, einer Analyse des amerikanischen Regierungssystem. Auch wenn Russland nach dem Zweiten Weltkrieg sicher anders aussah, als es Tocqueville kannte, sollte er Recht behalten. Jedoch wäre es wohl – bei aller Bedeutung seines Werkes – überzogen hier die Vorgeschichte des Kalten Krieges beginnen zu lassen.

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Psychotricks beim Einkauf

Wenn man Einkaufen geht, sind einem einige Tricks ja schon bekannt: In Augenhöhe stehen die teuren Produkte, wer es etwas günstiger will, muss sich bücken. Ebenso der Trick, dass 1,99 Euro sehr viel billiger wirkt als 2 Euro. Weitere Tricks und die Psychologie des Einkaufens wird in folgendem Video ein wenig dargestellt:

Und weiter geht’s mit der Geschichte der Einkaufswagen sowie der Psychologie der Musik beim Einkauf:

Schon interessant, wie wir teilweise hinters Licht geführt werden. Aber noch schlimmer als diese Tricks es für jemanden "gemütlicher" zu machen finde ich die "Dauer-Räumungsverkäufe" von irgendwelchen Geschäften. Monatelang gab es in Gelsenkirchen einen Buchladen, der angeblich schließen müsste und man darum noch schnell zu schlagen sollte – inzwischen ist er weg, aber der zeitliche Druck, der dort aufgebaut wird ist schon nervig. Ebenso bei einem Schuhladen, der auch schon ewig weg sein müsste, wenn man Räumungsverkauf ernst nimmt…

Deutschenfeindliche Übergriffe

Nach dem brutalen Übergriff auf einen Rentner in München gab es ja jemanden, der wieder davon profitieren will: Roland Koch, der um seine Wiederwahl fürchtet. Was liegt da näher als in der Statistik einen “deutschenfeindliche” Straftaten zu erfassen? Dazu zwei Anmerkungen:

1. Ist der Rentner angegriffen worden, weil er ein Deutscher ist? Soweit ich weiß, war es doch eher so, dass er sie gebeten hatte die Zigaretten aus zu machen und er darum (später) auf diese Weise verprügelt wurde. Das macht es nicht besser oder schlechter, aber “deutschfeindlich” kann eine Tat ja wohl wirklich nur sein, wenn der Grund für den Angriff darin zu finden ist, dass jemand deutsch ist – und ich wage zu behaupten, dass dies der Auslöser war, sondern einfach ein grundsätzlich asoziales Verhalten.

2. Im NPD-Blog wurde dazu die interessante Frage aufgeworfen, was überhaupt “fremdenfeindlich” bedeute. Denn selbst wenn es eine Tat mit dem Hintergrund, dass es ein Deutscher war gewesen wäre, wäre es ja noch immer im Kern eine fremdenfeindliche Tat, da hier – für den Täter – der andere ein Fremder ist. Oder nehmen wir ein anderes Beispiel:

Wenn ein schwarzer Mann, der seit 30 Jahren in Deutschland lebt, von Rassisten verprügelt wird, spricht die Polizei von fremdenfeindlicher Gewalt und der Vorfall taucht, wenn überhaupt, in der Kategorie “mit fremdenfeindlichen Hintergrund” auf. Damit wird das schwarze Opfer zum Fremden gemacht. Und das nur, um den Begriff rassistisch zu vermeiden.

Ich finde man sollte zumindest mal darüber nachdenken. Zu Koch und dem Thema allgemein auch aus Zeitgründen ((hab wieder viel zu lange am Artikel zum Kalten Krieg gesessen 🙂 )) nur eine kurze Reaktion: Es ist ja nicht so, dass bisher Ausländer hier machen dürften, was sie wollen. Es gehört auch zu den Möglichkeiten eines Gerichtes den Aufenthaltsstatus zu entziehen, aber es ist eben Aufgabe eines Gerichtes – nicht eines wahlkämpfenden Ministerpräsidenten.

Kapitulieren wir?

Henryk M. Broder Am Publizisten Henryk M. Broder schieden sich die Geister. Vor kurzem wurde bei Spiegel Online das Vorwort der Neuauflage seines Buches “Hurra, wir kapitulieren” abgedruckt und Ario hatte sich in einem Artikel über die “fremdenfeindlichen und xenophoben Thesen” beschwert. Ich muss sagen, dass ich auch so gedacht habe, als ich mir das Buch kurz nach der Veröffentlichung gekauft hatte. Ich hatte Lust darauf ein Buch zu lesen und mich tierisch darüber aufzuregen – es ist nicht gelungen. Es gibt einige Stellen in dem Buch, die bei mir Fragen offen ließen, die mich stutzig machten oder bei denen er hoffnungslos übertreibt, aber ich finde er beschreibt dennoch einige wesentliche Entwicklungen in unserer westlichen Gesellschaft sehr gut und man sollte zumindest kurz drüber nachdenken, anstatt pauschal alles abzulehnen. Schon lange hatte ich mir vorgenommen darüber einen Artikel zu schreiben, es dann verschoben und schließlich das inzwischen zweimal gelesene Buch wieder ins Regal gestellt – aus diesem “aktuellen” Anlass und damit ich neben den Studien zum Kalten Krieg noch etwas anderes machen wollte, nun hierzu doch noch ein Beitrag 🙂

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Literaturempfehlungen Kalter Krieg

Um es mir beim Zitieren etwas leichter zu machen und gleichzeitig ein wenig zu sammeln, welche Literatur im Rahmen der Blogreihe zum Kalten Krieg genutzt wurde, gibt es nun diese Literaturliste, die ich in den Artikeln verlinken werde. Dort werde ich dann – außer bei der ersten Nennung – nicht mehr den kompletten Buchtitel angeben, sondern nur Autor und Kurztitel (ggf. plus Jahr). Am Ende wird der Artikel dann auch in die Reihe eingefügt, noch muss er leider separat bleiben. Auch wird dieser Artikel im Laufe der Reihe sicher mehrmals überarbeitet werden, dies erkennt man auch an der folgenden Kommentierung der Bücher 🙂

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GTA Vice City auf dem EEE

Der ASUS EEE wird ja oft noch als reiner Schreibrechner verstanden, was angesichts des sieben Zoll Bildschirms und nur 4 GB Speicherplatz vielleicht nachvollziehbar ist. Dennoch ist interessant, welche Leistungen man aus dem kleinen Gerät herausholen kann. Hier spielt jemand GTA Vice City – und das sogar sehr flüssig: (via EEEPCNews)